Aloe Vera Gel
Zur inneren und äußeren Anwendung
Als Aloe-Vera-Gel bezeichnet man die geleeartige Substanz, die aus dem Inneren der Blätter der Pflanze gewonnen wird. Es kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden, wobei bei innerlicher Anwendung die saubere Trennung von den Blattbestandteilen notwendig ist. Andernfalls nimmt man den Bitterstoff Aloin auf, der abführend wirkt.
Zur äußeren Anwendung ist das Gel besonders bei Hautproblemen geeignet. Obwohl der endgültige Nachweis zur Wirksamkeit noch nicht erbracht ist, empfehlen immer mehr Hautärzte die Anwendung von Aloe-Vera-Gel oder verwandten Produkten. Zur Behandlung von Brandverletzungen wird Patienten beispielsweise der Gebrauch von entsprechenden Salben empfohlen, aber auch bei Sonnenbrand oder kleineren Verletzungen der Haut wird das Produkt eingesetzt. Bei gleichzeitiger Anwendung mit cortisonhaltigen Mitteln (etwa bei Neurodermitis) ist Vorsicht geboten, da es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen kann.
Auch innerlich angewendet soll Aloe-Vera-Gel positive Eigenschaften auf die Gesundheit haben. Im Magen-Darm-Trakt wird der Hauptwirkstoff Acemannan besonders gut aufgenommen. Er soll insbesondere für das Immunsystem von Bedeutung sein und wird vom Menschen in der Kindheit selbst produziert. Nach Erreichen der Pubertät nimmt die Produktion von körpereigenem Acemannan allerdings immer mehr ab, weswegen von vielen Anwendern Aloe-Vera als Ersatzlieferant dieses Stoffes geschätzt wird.
Um das unerwünschte Aloin zu entfernen, werden Blattgrün und -rinde sorgfältig abgeschält. Danach kann man das Fruchtfleisch auspressen. Industriell gewonnenes Aloe-Vera-Gel enthält manchmal noch Rückstände von Aloin, da die maschinelle Entfernung der Rinde nicht immer zu 100% gelingt. Für die äußerliche Anwendung kann man allerdings auch einfach ein Blatt quer abschneiden und das an der Schnittstelle austretende Gel direkt auf die Haut auftragen.
