Aloe Vera: Eine Pflanze mit besonderer Wirkung
Wüstenlilie mit besonderer Wirkung?

Die Aloe Vera zählt zu den Sukkulenten und wird auch Wüstenlilie genannt. Ursprünglich war die Pflanze auf den Kanarischen Inseln und in Afrika beheimatet. Heute gedeiht die Wüstenlilie weltweit im subtropischen Klima. Aloe Vera kann ein Alter von bis zu zehn Jahren erreichen. Ältere Pflanzen bilden bis zu einen Meter hohe traubenförmige Blütenstände aus und beeindrucken mit gelblich-roten Blüten. Charakteristisch für die Wüstenlilie sind die in Form einer Rosette angeordneten Blätter, welche aus drei Schichten bestehen. Die äußere lederartige Schicht schützt die Pflanze bei extremer Trockenheit vor dem Austrocknen. In der darunter befindlichen Faserschicht befindet sich der bitterlich gelbe Saft, welcher die Wüstenlilie vor Tierfraß schützt. Die innere Schicht enthält das Blattmark mit dem Gel, welches in der Kosmetikindustrie und der Alternativmedizin Anwendung findet.
Die Aloe Vera bevorzugt einen lockeren, sandigen Boden und einen hellen und sonnigen Standort. Bei in Töpfen gezogenen Pflanzen sollte man Kakteenerde verwenden oder herkömmlichen Substrat Split oder groben Sand beimischen. Gegossen werden sollte die Wüstenlilie nur, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist. Die Pflanze verträgt keinen Frost und sollte bei etwa 14 Grad im Haus überwintern.
Aloe Vera zählt zu den ältesten Pflanzen der Welt, bereits Cleopatra und Alexander der Große sollen ihre Wirkung geschätzt haben. Bei Akne, leichten Verbrennungen oder Sonnenbrand kann das Gel der Pflanze direkt auf die Haut aufgetragen werden. Der im Handel erhältliche Presssaft soll Beschwerden wie Asthma, Nierenleiden oder Herz-Kreislaufstörungen lindern helfen. Die Verwendung von Aloe Vera-Produkten ist generell ungefährlich und frei von Nebenwirkungen, deren medizinische Wirkung ist nach wie vor jedoch wissenschaftlich nicht belegt.
